Montag, 28. Juni 2010

Potluck dinner

...Sonntag morgen hab ich dann ganz verschlafen im Bett morgens das Spiel angeguckt per Lifestream, um 10 wollte ich mich dann doch nicht in eine Bar setzen. Hab aber fleißig vorm Laptop gejubelt und das Apartment auf Trab gehalten :)

Danach gings bei dem schönen Wetter ab zu meiner ersten Fahrrad Tour durch Manhattan, voll cool. Wenn man am Rand von Manhattan fährt und nicht im Verkehr in der Stadt, ist das auch sehr angenehm. Trotzdem sehr vorbildlich sogar mit Helm, Mama :)
Wir sind an der ganzen Westseite heruntergefahren und quasi von einem Park in den anderen. Die sind alle zwar künstlich aufgeschüttet und angelegt, aber trotzdem sehr schön. Was wir nicht bedacht hatten war, dass an diesem Wochenende die Pryde Parade war, die größte Schwulen und Lesben Parade Amerikas. Als wir dem Stadtteil Greenwich Village dann näher kamen, wurde es dementsprechend voll. Ich hab noch nie soviele verrückt schrill aussehende Gestalten gesehen. Und noch nie so überzeugend aussehende Frauen, da fiel es selbst mir selbst schwer zu erkennen, wer jetzt welches Geschlecht hat. Und "The Village" ist das Haupt Schwulenviertel, hier befindet sich die berühmte Gay Street und die Christopher Street, nach der die "Christopher Street Days" in Deutschland auch benannt sind. War auf jeden Fall lustig sich das Spektakel anzusehen und ich fand es auch sehr cool, dass sich mal alle einfach so wie sie sind ausleben konnten an dem Tag.


Nach dem langen Trip mussten wir dann doch noch sehr schnell nach Hause radeln, denn ich hatte für abends meine Mitbewohner zu einem internationalen "Potluck" eingeladen. Das ist eine ziemlich coole amerikanische Tradition, man trifft sich mit einigen Leuten und jeder bringt was zu Essen und zu Trinken mit, von dem die anderen nichts wissen. Bei diesem Potluck sollte nun jeder was aus seinem Land mitbringen, wenn ich schon mal mit so vielen verschiedenen Leuten zusammen wohne :)
Ich habe Deutschland, wie könnte es tpischer sein, mit Bratwürstchen und Sauerkraut vertreten. Deutsche Bratwürstchen habe ich leider nirgends gefunden, deshalb mussten italienische herhalten, was aber auch sehr lecker war. Außerdem gab es mexikanische Enchiladas mit Salsa und mexikanischem Bohnensalat, einen koreanischen Reiskuchen mit Zimt, Nüssen und getrockneten Früchten und amerikanische Strawberry Shortcakes. Zum Nachtisch dann noch kleine Reissüßigkeiten, die dann doch eher wie Gummi geschmeckt haben und nicht so ganz mein Geschmack waren. Da hab ich mich lieber an meine deutsche Schokolade gehalten, hab tatsächliche eine orginal Milka Schokolade gefunden!
Die ist dann leider ziemlich schnell weggeschmolzen, da die europäischen Schokoladen einen viel höherern Milch und Kokosfett Anteil haben - deshalb schmecken sie aber auch besser als die amerikanischen :)
Beim Essen hab ich dann auch sehr viel über die anderen Länder und Kulturen gelernt, es war sehr nett und entspannt. Nur unfassbar heiß in der kleinen Küche, nach dem ich Bratwürstchen gebraten hatte musste ich mich erst mal umziehen!
Danach bin ich kugelrund und zufrieden ins Bett...

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