Sonntag, 30. Mai 2010

rock climbing




Am Samstag hab ich mich zum ersten Mal mit ein paar Leuten zum Klettern im Central Park getroffen – ein Riesenspaß. Es gibt mehrere Felsen zum Bouldern (Klettern in geringer Höhe ohne Seil). Ich bin das erste Mal draußen geklettert und es war richtig schwer, die Natur gibt eben keine idealen Routen vor wie sie in einer Kletterhalle zu finden sind. Die Studenten mit denen ich mich getroffen habe haben mir jedoch sehr geholfen; ein professioneller Bergsteiger aus der Nähe von Washington war dabei, außerdem eine amerikanische Politikstudentin und ein Physikstudent aus Paris.

Beim Bouldern klettert man maximal in einer Höhe von 2 Metern und meistens nicht von unten nach oben, sondern von links nach rechts oder umgekehrt. Zum Festhalten gibt es meist nur Millimeter-große Vorsprünge, wo man sich dann mit 2 Fingern festkrallen soll um weiter zu kommen, was den Fingern und Unterarmen ziemlich viel abverlangt. Man kann sich dann wie der Bergsteiger von Fels zu Fels mit den Armen hangeln, sieht spektakulär aus und ist unglaublich kräfteraubend. Wenn man allerdings so zart besaitet ist wie ich ;) und keine Kraft in den Armen hat kann man das mit guter Beinarbeit und Gelenkigkeit ausgleichen. Am Anfang wird auch ein sogenanntes „Crash-Pad“ untergelegt, falls man doch wieder runterfällt, was bei Überhängen (über Kopf klettern) nicht so gut kommen würde. Heute habe ich aber Schwierigkeiten eine Flasche zu halten, so fühlen sich meine Unterarme an… hat aber sehr viel Spaß gemacht, ich werd das am Dienstag gleich wieder machen .

Abends sind wir dann noch alle Mann in eine Bar im East Village. Auf dem Weg dorthin bin ich dann in den Genuss einer kostenlosen Umarmung gekommen. Hier in der Stadt laufen doch tatsächlich ganz viele Leute mit Schildern rum, bei denen man einen „Free Hug“, also eine kostenlose Umarmung bekommen kann. Die möchten die Welt einfach ein bisschen besser machen – find ich eine klasse Idee, auch wenn mir dafür anderes einfallen würde als den ganzen Tag wildfremde Leute zu umarmen.


Zum Abendessen sind wir dann zu ""Papaya
Dog" angeblich das tollste Hot Dog Restaurant in New York. Von außen sah es auch ganz ok aus und die Preise waren für New Yorker Verhältnisse ziemlich günstig (Hot Dog + Getränk 5 $). Als ich dann die "Hot Dogs" gesehen habe, war mir auch klar warum. Besteht eigentlich nur aus einem "Brötchen" (Konsistenz ist ähnlich eines Marshmallows, wenn man die zusammen drückt hat man auch nur noch 1/3 in der Hand) und einem winzigen Würstchen. Und das soll New Yorks bestern Hot Dog sein! Da bevorzuge ich aber die Bratwürstchen von den Würstchenverkäufern auf dem Alex in Berlin, die muss ich wenigstens kauen....
Ich war richtig hungrig nach dem Klettern und dachte mir, ok jetzt mal richtig amerikanisch und habe mir "Cheese Fries" bestellt. Hat sich dann herausgestellt dass es einfach nur eine Pampe aus Pommes mit warmer Cheddar Käsessauce ist. War aber ok, eben typisch amerikanisch.

In der Bar hab ich mich dann mit den Leuten vom Klettern und noch ein paar Franzosen getroffen. Ich bin begeistert wie einfach es sein kann hier Leute kennen zu lernen, ich habe die einfach im Park beim Klettern angequatscht und das endet dann in einem witzigen Abend mit allerlei Nationalitäten und viel Gesprächsstoff außerhalb der Arbeit und des Studiums in einer Bar. Dort habe ich mein erstes amerikanisches Bier getrunken habe - grauenhaft. Ein Hoch auf das deutsche Reinheitsgebot!

Dienstag, 25. Mai 2010

cleaning session & cinema

Unglücklicherweise war ich am Sonntag das erste Mal laut Putzplan dran das Apartment sauberzumachen. Was dabei gemacht werden soll ist auch unglaublich detailliert in 5 Zeilen im Putzplan aufgelistet mit dazu passenden Putzmitteln, unter anderem „Berty’s Bathroom Bubbles“. Ich habe dann versucht aus den gefühlten 30 Flaschen die stärksten rauszufinden. Auf dem Putzplan ist nämlich nicht beschrieben, dass man auch Ecken putzen muss und auch den Boden ums Klo herum. Deshalb hat das auch seit Monaten niemand gemacht, somit konnten fröhlich schwarze Pilzkulturen auf den Fliesen wachsen.
Einen Staubsauger gibt es übrigens nicht und auch keinen richtigen Besen. Der Wischmop den ich in der Ecke gefunden habe schien auch schon sein eigenes Leben zu haben. Ich hab mir also neue Lappen geholt und den Swiffer genommen, der halbwegs in Ordnung war. Zum Schluss musste allerdings doch die Drahtbürste und ätzender Toilettenreiniger für den Boden ran, keine Chance. Ich glaube so sauber wie jetzt war das Bad noch nie, schon gar nicht mit Berty’s Bubbles.

Nachdem ich dann nach den Laufen im wunderbar frisch duftenden Bad geduscht hatte, ging es am Abend dann zum ersten Mal ins amerikanische Kino – das AMC am Time Square um „Robin Hood“ zu gucken. Ich hab ja ehrlich gesagt viel erwartet von dem Kino, da es ja direkt am Time Square und Broadway liegt, aber hier muss ich ja mal die Berliner Kinos loben, bequemere Sitze, größere Leinwand, besserer Sound. Allerdings hatte man vom Dach (unser Kinosaal Nr. 25 lag im höchsten, 11. Stock) auf einen Teil des Time Squares.
Nachdem ich so lange geputzt habe und den ganzen Tag nicht viel mehr als Müsli gegessen hatte, habe ich mir ausnahmsweise mal Popcorn gewünscht, was ich sonst nicht so gern esse. Doch ich war voller Vorfreude auf den Film und hatte ziemlich Hunger. Ich hab dann auch das Popcorn bekommen – eine Riesentüte für alle. Dann hab ich mir ein Paar rausgenommen und gegessen – so ein ekliges Popcorn hatte ich noch nie. Das es salzig war ist ja noch ok, aber es hat so buttrig geschmeckt und ich hatte eine Pfütze von Fett auf meiner Hand…. Das war’s dann mit Popcorn, ich hab den Film auch so überstanden. Wen’s interessiert, Special Effects waren super, Story nicht so. Auf jeden Fall kein Vergleich zu Gladiator oder Troja. Lohnt sich aber trotzdem im Kino zu gucken.
Nach dem Film dann wollte ich mir nach dem Tag doch noch was Süßes gönnen, deshalb sind wir dann zu einem Ice&Cream Laden gegenüber gegangen – ein Traum. Dort kann man sich wie bei Subway sein eigenes Eis zusammenstellen, aber mit einer unerschöpflichen Auswahl an Zutaten. Jegliche Schokoriegel und Keks Sorte war vertreten. Mir war die Auswahl dann doch zuviel, ich hab dann ein vorgefertigtes genommen. „Apple Pie a la cold stone“ mit Vanille Eis, Zimt, Apfelkuchen und Teigstückchen und Karamell. Hab noch nie so ein gutes Eis gehabt  Das hat dann den Tag gerettet.

Montag, 24. Mai 2010

lifestyle of the rich and famous


Es gibt wieder einiges zu erzählen vom Wochenende. Am Samstag bin ich mit ein paar Leuten ins „Brooklyn’s Diner“ zum Lunch (Mittag) gegangen, ein typisch amerikanisches Restaurant mit roten Sitzen und den Namen berühmter Stars an den Wänden. Während die Jungs sich den „besten Burger New Yorks“ für stattliche 18 $ geholt haben, habe ich mich gleich am Eingang in die Torten verliebt, die dort gemeinerweise ausgestellt wurden. So wie ich nun mal bin, gefällt mir natürlich auch das Stück mit den meisten Kalorien am besten, es war aber auch ein göttliches Angebot: ein Erdbeer New York Cheesecake mit Erdbeer Eis und warmer Schokoladensauce – ein Traum.

Wenn schon denn schon!

Es hat sich aber auch gelohnt, mein Sahnebedarf für die nächsten Tage ist gedeckt und ich war satt bis abends, was ich aber auch für den stolzen Preis von 12$ pro Stück erwartet habe.


Dann sind wir allesamt in den Central Park gekugelt um ein bisschen Football zu spielen, was das Völlegefühl ein wenig gemildert hat. Und wo ging es dann gegen halb 3 am Samstag hin wenn man mit 3 Jungs unterwegs ist? Na klar, in eine Sportsbar zum Champions League Finale.

Als wir endlich nach einer halben Stunde eine Bar gefunden haben (ich habe nachher rausgefunden dass es auch nur 2 in der Stadt gibt die Fußball übertragen), habe ich dann glücklich eine Runde erstaunlich guten Bier ausgegeben. Eigentlich ist New York im Gegensatz zum Rest von Amerika, wo Basketball und Football die berühmtesten Sportarten sind, absolut Baseball-fanatisch. Das beste Team sind hier die Yankees und ich habe mir schon fest vorgenommen, ein Baseballspiel hier im Stadion zu sehen.

Diese Sportsbar war auf jeden Fall voller Fußballfans aus der ganzen Welt und man konnte dann beim Gröhlen die deutsche Fußball Leidenschaft demonstrieren.


Danach sind wir zu einer Barbecue Party (so wie Grillen bei uns) zu einem IBMer nach Queens gefahren. Wie immer war die U-Bahn unglaublich voll und stickig, weil sehr viele U-Bahnen einfach noch keine Klimanlage habe respektive sie nicht funktioniert. Aber ich hab mich schon daran gewöhnt und habe die Fähigkeit, mich dem Klimawandel sehr schnell anzupassen und trotzdem Spaß zu haben.

Die Einladung zum Babecue habe ich über eine Freundin bekommen, kannte den Gastgeber also nicht.

Ich habe erst kurz vorher erfahren, dass derjenige ein Apartment im 30. Stock auf der Ecke direkt am East River hat. Das heißt komplette Sicht auf die Skyline von Manhattan und über die Stadt. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen! So ein etwa 60 Quadratmeter großes Apartment kostet hier stolze 4500$ im Monat und ist auch nur so günstig, weil es in Queens und nicht in Manhattan direkt liegt. Spätestens in der Lobby als wir uns erst bei der Concierge anmelden mussten damit wir zum Apartment hoch durften, habe ich dann oben einen stinkreichen 50 Jährigen IBM Dinosaurier erwartet.

Da hatte ich mich getäuscht - der Gastgeber heißt Himanshou und ist ein ziemlich cooler 29 jähriger Inder der im Hauptquartier von IBM arbeitet.

Na ein Glück für die, die mit den Indern umgehen können J da ist der Erfolg ja vorprogrammiert! Gut dass ich mir so einen schon geangelt habe…

Dann ging’s ab zum indischen Barbecue auf dem Sonnendeck, wo übrigens auch der Pool und das Fitnessstudio sind. Es war richtig lecker, kochen können sie die Inder.




Danach sind wir dann noch in einige Bars in Queens gegangen, wo ich dann dankend auf einen weiteren Drink verzichtet habe angesichts der Preise von 12 $ pro Glas, wozu ich dann aber netter Weise 5 Mal in Folge eingeladen wurde… die Jungs müssen Geld haben, ich sollte mich doch mal anstrengen bei IBM, die scheinen ordentlich Geld übrig zu haben.

Mit dabei war auch noch ein Türke, ein netter verrückter Kerl mit einem 350 PS starken weißen BMW Z4 mit roten Ledersitzen. Der hat dann, weil er selbst schon was getrunken hatte, einen anderen BAler fahren lassen und uns alle nach Hause gebracht. Das war sehr nett, da ich dann nicht so spät die U-Bahn nehmen musste – und überhaupt war es sehr nett J Hab von ihm auch schon das Angebot auch mal zu fahren,

wenn ich auch manuell schalten kann“.

„Ja man, natürlich kann ich manuell schalten, hab die letzten 4 Jahre nichts anderes gemacht!“ Ich bin mal gespannt was daraus wird… ja Mama, ich bin auch vorsichtig...

Ein bisschen Fahrgefühl muss ich schließlich auch von meinem Onkel geerbt haben :)

Dienstag, 18. Mai 2010

Relaxing


Am Wochenende hab ich das schöne Wetter genossen und den Central Park erkundet, die grüne Lunge der Stadt. Ein riesiges Areal, allein ca. 6 Kilometer lang mit 360 Hektar Wildnis mit Seen, Felsen und Wiesen. Wenn wie jetzt die Bäume blühen, sieht man gar nichts von der Stadt und den Hochhäusern drum herum. Eine willkommene Erholung nach einer Woche City, die kann dann doch mit ihrem Lärm, der stickigen U-Bahn und den vielen verrückten Menschen anstrengend sein. Der Park wurde komplett künstlich angelegt, jedes Steinchen geplant um als Erholungsgebiet für die stressgeplanten New Yorker zu dienen, aber das fällt kaum auf. Es Volleyballplätze, ein Schloss und sogar einen Tierpark. Hier werden auch die berühmten Shakespeare Theaterstücke aufgeführt, von denen alle schwärmen. Sie werden von den Reichen der Stadt gesponsort und die Karten sind deshalb umsonst, aber man muss sich dafür mindestens 6 Stunden anstellen. Selbst die Reichen müssen das tun, und man kann sie dann nur dadurch erkennen dass sie sich das Essen der Gourmetrestaurants an die Schlange bringen lassen ^^
Da es sich aber lohnen soll werde ich dass bestimmt im Urlaub in Angriff nehmen…
Danach habe ich mich auf dem „great lawn“, der großen Wiese in Mitten des Parks entspannt und versucht eine New York Times am Sonntag für stolze 5 Dollar zu lesen, welche das Doppelte von einer FAZ am Sonntag umfasst.
Ich werde übrigens berühmt. Das geht echt schnell hier, da saß ich doch tatsächlich dort im Bikini am Zeitung lesen, da kommt jemand zu mir und will Fotos machen. Eine Frau vom New York Magazine, um über Bikinis zu schreiben oder so. Und schwupps bin ich nächste Woche in der Zeitung, ganz ohne High Heels ^^ na vielleicht überleg ich mir das noch mal mit der IBM Karriere… ;)

Danach bin ich noch einkaufen gegangen und ich muss meine Aussage bezüglich Essen kaufen revidieren. Es gibt gutes Essen zu kaufen, auch nicht sooo teuer, aber nicht in meinem Stadtviertel. Die Preise sind tatsächlich nach Neighbourhoods aufgeteilt, und mein Viertel ist wohl ein teueres Viertel weshalb ich in 10 Blocks Umkreis auch keinen günstigeren Laden gefunden habe. War nun ca. 15 Straßen weiter unten und hab dort gleich 3 Sorten Käse und ein Brot gekauft, ein Traum 
Demnächste werde ich mich dann aber mal ein bisschen auf die Kultur einlassen und eine der 40 Sorten Erdnussbutter probieren, ich weiß noch nicht genau ob mit Mandelkrokant, Marmelade oder Kramellstückchen...

Culture Shock


So endlich mal wieder ein Eintrag von mir… es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, aber jetzt habe ich endlich Internet durch ein Kabel und keinen Besuch mehr.

Letztes Wochenende war ich dann China, hab von dort aus einen kleinen Abstecher nach Italien gemacht… und bin dann durch Irland und Holland wieder in die Dominikanische Republik gefahren, wo ich wohne. Wirklich so fühlt es sich an durch die verschiedenen Stadtteile New Yorks zu fahren, ein Kreuzberg in Berlin ist gar nichts dagegen.

China Town und Little Italy liegt in der Lower East Side. Dort ist von der einen zur anderen Straße auf einmal alles auf Chinesisch, Straßenschilder und Läden und sogar die Beschriftungen der U-Bahn Stationen. Nette Menschen bieten auf Chinesisch ihre Waren an, ich hätte mir ja gern auf einem chinesischen Markt mal Essen gekauft, aber 1. hab ich kein Wort verstanden und 2. hatte ich keine Ahnung was das da für ein Essen ist, bevor ich irgendeinen Hund kaufe habe ich das dann gelassen, obwohl es echt gut gerochen hat. Dort habe ich auch den Straßenbiegung der Doyers Street gesehen, das sogenannte „Bloody Angle“. Wer den Film „Gangs of New York“ gesehen hat, wird sich erinnern dass dort früher die blutigen Straßenkämpfe zwischen den Banden stattgefunden haben. Denen wurde dort in dem verwinkelten Gässchen aufgelockert um sie dann blutig niederzumetzeln… Hab mir das also schon ein bisschen spektakulärer vorgestellt, aber dort lungerten nur vereinzelt ein paar Touristen rum.

Dann bin ich nach Italien gegangen, was wie im echten Leben viel kleiner als China war, Little Italy umfasst nämlich nur 1 ½ Straßen im Gegensatz zu 10 Blocks. Die Chinesen überschwemmen alles. Da hab ich mich dann aber doch schon wohler gefühlt, da ich italienisch schon eher verstehe. Wie in Italien gibt es dort kleine Modeboutiquen, die ich mir dann gleich auch mal angeschaut habe. Da wollte ich mir doch unbedingt einmal im Leben High Heels zulegen, wenn nicht hier in New York hab ich gedacht, wo dann. Man muss ja auch mal ein bissl was investieren um gut auszusehen für seinen Freund ;-p

Und dann stellt sich laut Verkäufer raus, dass es die ja sowieso nur bis Größe 38 gibt. Ich hab mir sagen lassen, dass die Models auch immer 2 Nummern mindestens kleiner tragen, sieht scheinbar einfach besser aus. Aber das tu ich mir mit Größe 40 – 41 beim besten Willen nicht an, da bleib ich lieber bei Turnschuhen.

Nach Little Italy bin ich dann noch ein bisschen weiter durch die Lower East Side, wo auch das traditionell jüdische Viertel der Stadt ist. Das heißt viele Delikatessen Läden, mhmm genau mein Fall, vor allem nach China Town. Kurze Info zwischendrin, ein typisches Essen in New York ist ja der Bagel, ein Hefegebäck in Ringform. Der Bagel ist aber tatsächlich jüdischen Ursprungs, dementsprechend viele Bäckereien gab es dort. Typisch Jüdisch ist auch Eingelegtes aller Art, das habe ich bei „The Pickle Guys“ gelernt. Das ist ein kleiner Laden mit zahlreichen Fässern mit Eingelegtem, Gurken, Tomaten, Heringe, Oliven etc… Mhmm ein Traum. Ich durfte auch eine Gurke probieren, exzellent


Das Schärfste war allerdings der Süßigkeitenladen „Economy Candy“, ich hab noch nie so viel unterschiedlichen unglaublich leckeren Süßkram auf so kleinem Raum gesehen. Riesige Tüten mit Bonbons und Stapelweise Schokolade und Kekse, richtig gut…Da gab es auch die größte Auswahl an den berühmten „Jelly Beans“ die ich je gesehen habe… Ellen, ich denk an dich ;)

Ich hab da mal in mit der Kamera in die Runde gehalten.


Am Ende ist es dann doch bei 3 verschiedenen Sorten Schokoriegeln geblieben, die haben allerdings einfach nur süß geschmeckt, man hätte genauso gut Zuckerstückchen kauen können. Es geht doch nichts über europäische Schokolade.




… Nach einem ordentlichen Kulturschock bin ich dann abends noch in einem Cafe mit Freunden gewesen und habe dort den bei Country Live Musik den berühtmen New Yorker Cheesecake gegessen. Das muss man ihnen lassen, den haben sie drauf.

Samstag, 8. Mai 2010

Shopping trial

...heute morgen bin ich ziemlich unsanft geweckt worden, das Wetter ist hier unberechenbar. Als ich rausgeschaut habe, hatte ich den Eindruck die Welt geht unter, so doll hat es geregnet. Da ich ja eh schon keinen Himmel sehe, war es dann noch dunkler und ich musste das Licht anmachen.
Nach einer Stunde allerdings schien dann wieder die Sonne, ziemlich cool. Dann bin ich doch noch zum Laufen gekommen und habe mal den Park am Ende der Straße in Harlem ausprobiert. Hier ist ein Hügel, der der höchste "Berg" Manhattans sein soll. Für mich eher ein Hügelchen, aber dort ist es sehr grün und man vergisst kurz dass man in einer hektischen Millionenstadt ist, wenn man über die verschlungenen Wege läuft und auf die Steilküste auf der anderen Seite des Hudson guckt.
So mit einigermaßen frischer Luft aufgetankt bin ich dann ins nächste Starbucks an der Ecke, weil ich die Nase voll von meinem Internet zuhause habe. Das geht alles zwei Minuten aus und hat wenn überhaupt ein sehr schlechtes Signal, skypen ist garnicht möglich und Email abschicken nur immer ein paar Sekunden. Ich soll allerdings bald von meiner Vermieterin ein Kabel bekommen, mal sehen... Deshalb bin ich jetzt immer bei Starbucks wie heute abend, trinke meinen Chai Tea und skype oder blogge. Ganz angenehm, da hab ich nicht die Ausrede mir die Getränke hier nicht leisten zu können, ist ja eine Notwendigkeit :)
Dann bin ich in die Stadt und hab mich mit einer Freundin am Time Squeare getroffen, das hat ziemlich gut getan, mal über alles zu quatschen. Außerdem bin ich heute die 5th Avenue lang, DIE Shopping Meile in New York. Hier finden sich die ganzen berühmten und teuren Läden... ich bin an dem Abercrombie & Fitch vorbei gekommen, da stehen doch tatsächlich die Leute in einer Schlange um reingelassen zu werden, das natürlich von den männlichen halbnackten Models vor der Tür... verrückte Leute.
Ich war um dem Gekreische zu entgehen lieber in einem Mediamarkt ähnlichen Laden - so genial! Ich hätte den halben Laden kaufen können, Hardware ist hier echt günstig. Hab mir erstmal alle Heimkinosysteme vorführen lassen, soooo gut. LED TV in 1 1/2 m Durchmesser mit Bose Soundsystem. Ich weiß schon was ich später zuhause habe.
Ich bin ernsthaft am Überlegen ob ich mir Lautsprecher zulege, ich hab meine Laptoplautsprecher zuhause gelassen und da welche gesehen, von Bose mit Ipod Anschluss für nur 100 $, sooo ein guter Klang. Das würde mein ganzes Zimmer aufwerten :) Aber lieber noch eine Nacht drüber schlafen. Ipads hab ich auch ausprobiert, hat mich nicht überzeugt. Ist einfach ein Riesen Iphone für 700 $. In den Laden werd ich auf jeden Fall noch häufiger gehen...
Hab mir dann noch das Rockefeller Center, das Chrysler Building, den Trump Tower und das Haupt IBM Gebäude angeguckt, allesamt in der Straße. Ziemlich beeindruckend, Größe ist hier alles. Wenn es dunkelt wird mach ich mich dann immer langsam nach Hause mit der
Subway...Ich hab mich nämlich den ganzen Tag darauf gefreut, mein Abendessen zu machen, es gab Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Spiegelei - ein Traum. So gutes Essen hatte ich nicht seit letzter Woche :)
Morgen werd ich dann mal noch einen anderen Stadtteil erkunden...

Freitag, 7. Mai 2010

if I'll make it here..

Die Gegensätze scheinen mir hier so groß zu sein wie die Gebäude. Das IBM Gebäude ist das
zweite und kleinere in der Straße und unglaublich prunkvoll von innen, riesige Hallen und Fahrstühle aus Marmor und Gemälde überall. Der Ausblick aus dem 18. Stock (hier fast garnichts im Vergleich zu anderen Gebäuden) ist auch nicht schlecht - das Empire State Building ist praktisch nebenan. Die Arbeit macht sehr viel Spaß, da ich ständig mit der ganzen Welt telefoniere und das Team sehr locker und lustig drauf ist. Auch ein nette Umgebung mit dem Madison Square Park und dem Broadway vor der Tür, wo ich meist die Mittagspause verbringe. Das Essen ist hier (vor allem im Vergleich zu Berlin) sehr teuer, ein Mittagessen – und sei es nur ein Sandwich – bekomme ich hier nie unter 8 Dollar. Sowas wie belegte Brötchen gibt’s ja nicht, weil es keine Brötchen gibt sondern nur Bagel oder Toast. Was auch die ungesunde Ernährung erklärt, denn wirklich das einzige Essen was hier günstiger ist bekommt man bei McDonalds oder an HotDog Buden. Und die produzieren hier einen Müll - der Wahnsinn. Jedes Essen was ich bis jetzt gekauft habe war zwei mal in Papier eingepackt, in einer Plastikschachtel und einer Tüte^^ von wegen umweltfreundlicher werden.
Ich hatte ein wundervolles Erlebnis heute - ich habe eine Bäckerei gefunden die Brot herstellt oder zumindest auslegt. Für 5 Dollar das Brot werde ich das morgen gleich mal austesten. Ich hoffe es ist nicht aus Plastik, so wie es da im Schaufenster ausgestellt ist...
Die Auswahl an Essen ist so riesig wie die Anzahl an Nationalitäten – was ziemlich cool ist. Man kann sich auch fast in jedem Restaurant alle Zutaten selbst zusammenstellen – vorausgesetzt man kennt die englischen Namen…

Auf jeden Fall wird ich satt, ich denke aber ab nächster Woche werd ich versuchen vorzukochen und mir was mitzunehmen, hoffe das ist günstiger. Abend gibt’s dann immer was gesundes :)


Alles und jeder schreit hier nach Aufmerksamkeit – vor allem wenn man über den Time Squeare geht. Man weiß nicht wo man zuerst hinschauen soll, alles blinkt und leuchtet. Hier oder in der Nähe sind die meisten Theater und Musicals ansässig sowie auch die großen Shopping Malls wie Macy’s.

Heute war ich im M&M Store – ein Traum. Da sind riesige Säulen voll mit M&Ms und man kann sich dann seine Sorten zusammenstellen, ich hatte heute Mandel mit Dunkler Schokolade und Erdnußbutter – genial. Kurioses gibt es hier auch sehr viel zu sehen, vor allem Menschen die für irgendetwas werben wollen. Da war doch tatsächlich am Time Squeare eine Frau die Obama Kondome verkauft hat!

Eins weiß ich schon jetzt – wenn ich wiederkomme kann mich keine Stadt der Welt mehr schocken, solang ich nicht so ende ;) -->

Dann wird ich alles mit Gelassenheit nehmen, ganz nach Frank Sinatras Motto „If I will make it here, I will make it anywhere…“

getting started

Nun hatte ich ein paar Tage Zeit, mich in New York einzuleben. Die Stadt ist unglaublich dynamisch, volle Straßen und Bürgersteige da nirgendwo viel Platz ist, Hupen gehört zur Geräuschkulisse und jeder geht seines Weges ohne sich um den anderen zu kümmern. Und ein Wahnsinnsverkehr – vor allem die Taxis. Ich habe noch nie soviele Taxis auf einem Haufen gesehen, sie sind das beliebteste und teuerste Fortbewegungsmittel hier. Wer sich’s leisten kann… und das können hier die meisten. Ich nehm dann doch die Subway, die schon nicht mehr ganz so unheimlich scheint...

Es findet ein allgemeiner Wettbewerb statt, als schnellster über die Straße komme, sich als Letzter in die U-Bahn quetschen oder gesehen werden. Wer nicht bei dieser Geschwindigkeit mithalten und agressiv genug ist oder vom Äußeren nicht reinpasst, beispielsweise die Alten, taucht auch nicht auf. Außer den Armen und Obdachlosen, die in Ecken und auf Bänken häufig zu finden sind, habe ich noch keine älteren Menschen gesehen. Der Altersdurchschnitt von New York beträgt 33,1 Jahre.

Da ich ein Mensch bin, der doch gelegentlich neben der Hektik mal einen ruhigen Ort braucht, um das Leben zu genießen und nicht vor dem Altern wegzurennen, habe ich versucht mein Zimmer etwas wohnlicher zu gestalten. Da der Raum in New York begrenzt und die Wohnungen sehr begehrt sind, ist die Miete dementsprechend teuer und Qualität der Wohnungen niedrig. Meine Wohnung liegt ganz im Norden von New York über der Upper West Side. Die Umgebung is ok, zahlreiche Supermärkte und alle möglichen anderen Läden (vor allem unglaublich viele Fast Food Restaurants) in der Nähe und auch die U-Bahn Station ist nur die Straße hoch. Zum Laufen ist der Riverside Park am Hudson in der Nähe, doch bis jetzt bin ich immer über die Washington Bridge rüber nach New Jersey (raus aus New York) gelaufen, da die Grenze zwischen den Staaten genau in der Mitte des Hudson liegt.

Die Straßenaufteilung ist in New York übrigens nach einem quadratischen Muster angelegt worden. Senkrecht verlaufen von rechts nach links die Avenues, waagerecht von unten nach oben die Streets. Ich wohne in der 168th Street und arbeite in der 23th Street Ecke Madison Avenue.

Mein Zimmer im 6 Personen Apartment kostet schlappe 700 €, Ausstattung ist ein Bett, ein Schrank, ein Tisch und fast nie Internet. Aus dem Fenster kann ich den Himmel leider nicht sehen und nicht erkennen, ob ich nun Regensachen oder kurze Hose anziehen muss, da ich in einen winzigen Innenhof schaue. Da bin ich doch tatsächlich (und wer mich kennt mag es kaum für möglich halten) in einen Kitschladen hier gegangen, um mir eine Tischdecke und Kerzen zu kaufen. Schon viel besser jetzt. Natürlich hab ich mir

auch eine Fressecke eingerichtet, wo ich mir wieder gute Laune hole wenn es nicht so glatt läuft. Für New Yorker Verhältnisse ist die Wohnung glaube ich echt gut. Hier gibt es sogar extra Hallen für Kleidung und Dinge, die die Bewohner der Stadt wegen Platzmangel nicht in ihrer Wohnung unterbringen können. Und das sind nicht wenige.

Meine Mitbewohner sind sehr nett, ich habe mittlerweile alle kennen gelernt. Vorgestern habe ich schon orginal koreanisches Essen bekommen, hab leider den Namen vergessen, es so etwas ähnliches wie Frühlingsrollen mit Fleisch gefüllt, sehr lecker. Am Wochenende bin ich auch schon zur privaten Stadt- bzw. Parkführung eingeladen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, mir die verschiedenen Stadtteile mit den Nationalitäten anzuschauen und mal überall das Essen auszuprobieren :)

Um das ganze Essen abzubauen und nicht nach Hause zu kugeln, laufe ich dann einfach mal alles ab... :)