Am Samstag hab ich mich zum ersten Mal mit ein paar Leuten zum Klettern im Central Park getroffen – ein Riesenspaß. Es gibt mehrere Felsen zum Bouldern (Klettern in geringer Höhe ohne Seil). Ich bin das erste Mal draußen geklettert und es war richtig schwer, die Natur gibt eben keine idealen Routen vor wie sie in einer Kletterhalle zu finden sind. Die Studenten mit denen ich mich getroffen habe haben mir jedoch sehr geholfen; ein professioneller Bergsteiger aus der Nähe von Washington war dabei, außerdem eine amerikanische Politikstudentin und ein Physikstudent aus Paris.
Beim Bouldern klettert man maximal in einer Höhe von 2 Metern und meistens nicht von unten nach oben, sondern von links nach rechts oder umgekehrt. Zum Festhalten gibt es meist nur Millimeter-große Vorsprünge, wo man sich dann mit 2 Fingern festkrallen soll um weiter zu kommen, was den Fingern und Unterarmen ziemlich viel abverlangt. Man kann sich dann wie der Bergsteiger von Fels zu Fels mit den Armen hangeln, sieht spektakulär aus und ist unglaublich kräfteraubend. Wenn man allerdings so zart besaitet ist wie ich ;) und keine Kraft in den
Armen hat kann man das mit guter Beinarbeit und Gelenkigkeit ausgleichen. Am Anfang wird auch ein sogenanntes „Crash-Pad“ untergelegt, falls man doch wieder runterfällt, was bei Überhängen (über Kopf klettern) nicht so gut kommen würde. Heute habe ich aber Schwierigkeiten eine Flasche zu halten, so fühlen sich meine Unterarme an… hat aber sehr viel Spaß gemacht, ich werd das am Dienstag gleich wieder machen .
Abends sind wir dann noch alle Mann in eine Bar im East Village. Auf dem Weg dorthin bin ich dann in den Genuss einer kostenlosen Umarmung gekommen. Hier in der Stadt laufen doch tatsächlich ganz viele Leute mit Schildern rum, bei denen man einen „Free Hug“, also eine kostenlose Umarmung bekommen kann. Die möchten die Welt einfach ein bisschen besser machen – find ich eine klasse Idee, auch wenn mir dafür anderes einfallen würde als den ganzen Tag wildfremde Leute zu umarmen.
Zum Abendessen sind wir dann zu ""Papaya Dog" angeblich das tollste Hot Dog Restaurant in New York. Von außen sah es auch ganz ok aus und die Preise waren für New Yorker Verhältnisse
In der Bar hab ich mich dann mit den Leuten vom Klettern und noch ein paar Franzosen getroffen. Ich bin begeistert wie einfach es sein kann hier Leute kennen zu lernen, ich habe die einfach im Park beim Klettern angequatscht und das endet dann in einem witzigen Abend mit allerlei Nationalitäten und viel Gesprächsstoff außerhalb der Arbeit und des Studiums in einer Bar. Dort habe ich mein erstes amerikanisches Bier getrunken habe - grauenhaft. Ein Hoch auf das deutsche Reinheitsgebot!




