Donnerstag, 22. Juli 2010

Danke

An alle daheim: ich bin wieder wohlbehalten in New York angekommen nach dem traumhaften Wochenende in Deutschland!

Ich habe zuhause 5 wunderschöne Tage verbracht. Es war unglaublich toll, euch alle wiederzusehen und bei der Traumhochzeit dabei sein zu dürfen.
Vielen vielen Dank dass ich das miterleben durfte und dafür, dass ihr alle das Wochenende so schön gemacht habt. Ich bin so glücklich und entspannt wie seit 3 Monaten nicht mehr, da sag mal noch einer dass man für Erholung weg fahren sollte! Mir reichen da schon ein paar Tage in der guten alten Heimat mit Familie (wie alt war ich doch gleich !??). Nach der frischen Landluft bin ich hier in der U-Bahn vor Sauerstoffmangel beinahe umgekippt, aber man gewöhnt sich ja schnell um. Ich hab auf jeden Fall genug Energie getankt um mich jetzt wieder neu jeden Tag ins New Yorker Getümmel zu stürzen.
Ich freu mich aber auch jetzt schon wieder Ende August nach Hause zu kommen zu euch, es geht doch nichts über eine tolle Familie.
Es ist so schön euch zu haben.

Danke für alles.

Dienstag, 13. Juli 2010

4th July Boat Trip

Und hier noch ein Nachtrag zum 4. Juli, den ich wegen der Deutschland-Reise nicht früher reinstellen konnte:

Am 4. Juli war es endlich soweit: Independence Day und das erste Mal raus aus New York. Mein Betreuer hier hat uns zu sich nach Hause nach Long Island eingeladen um das Feuerwerk von seinem Boot aus zu sehen - voll toll! Mein Manager lebt seit 15 Jahren hier und ist ein ziemlich lebensfroher, cooler und beleibter Holländer. Unheimlich sypathisch, hat immer einen guten Spruch auf Lager, liebt gutes Essen und braut sogar sein eigenens Bier hier (dann könnte ich auch hier leben :)).

Ich war froh endlich mal aus der Stadt rauszukommen bei der Hitze - über 40 Grad durchgängig (also auch nachts) und ne Luftfeuchtigkeit von 70-80 Prozent. Da fährt man doch gerne mal auf's New Yorker "Land". Nach 1 1/2 Stunden Zugfahrt dann waren wir endlich da, in einer typisch amerikanischen Vorstadt wie man sie aus dem Filmen kennt. Mit dem Auto gings dann ab zum Haus meines Managers um das Gepäck abzuladen - wir waren von Sonntag auf Montag eingeladen, denn der Montag nach dem 4. Juli ist hier ein Feiertag. Das Haus war prachtvoll - mit der Veranda, Garten und der riesigen Auffahrt sieht es aus wie ein Haus aus den Südstaaten, es fehlte nur noch der Schaukelstuhl auf der Veranda. Nach einer kurzen Tour und einer Stärkung gings dann ab zum Hafen - im Kofferraum. Nur so haben 7 Leute mit dem Essen für mindestens ein dutzend Leute in den kleinen Geländewagen gepasst. Ziemlich lustige Fahrt mit extra deutscher Schlagermusik:




Danach ging's rauf aufs Segelboot in Oyster Bay und ab aus der Bucht ins freie Wasser. Es hat riesig Spaß gemacht mal wieder zu segeln, zwischendurch durfte ich dann auch mal wieder das Steuer übernehmen ... so sieht der zukünftige Kapitän meines eigenen Segelbootes aus:



Das Leben ist doch schöner wenn man ein Boot hat und Wasser, Wind und Sonne genießen kann. Man sollte dabei allerdings drauf achten, neben dem ganzen Paulaner auch mal was antialkoholisches in der Hitze zu trinken. Dumm nur, wenn man mit Amerikanern unterwegs ist und die eher daran denken, Cola und Sprite mitzubringen anstatt von Wasser..
Da musste ich mich - wo ich ja auch so unheimlich gerne Limonade mag - mich einen heißen Tag lang damit zufrieden geben, nach der 3. Dose hab ich die Zähne schon nicht mehr auseinander bekommen. Mit gut 40 Gramm Zucker pro Dose war ich am Abend dann schon knapp nem halben Pfund Zucker dabei, kommt wunderbar in der Sonne^^
Da bleib ich doch beim lieber gleich bei den richtigen Getränken, nämlich dem Long Island Icetea, der ununterbrochen von meinem Manger gemischt wurde. Wenn man schon mal auf Long Island zum Segeln ist, sollte man auch die Kultur kennen lernen und die einheimischen Getränke konsumieren....


Gegen Abend haben wir dann die Anker geworfen um uns das 30-minütige Feuerwerk anzuschauen und Abend zu essen. Am Unabhängigkeisttag feiern die Amerikaner übrigens ihre Unabhängigkeit von der britischen Krone seit der Unabhängigkeitserklärung 1776. An diesem Tag gibt es überall im Land Feuerwerke und Konzerte um die Nation zu feiern. Aber nur ein winzig kleiner Anteil feiert das vom Wasser aus - umso glücklicher war ich diese Chance zu haben.

Nach einem langen Tag auf dem Boot und vielen Long Island Iceteas später (wenn man schon mal in Long Island ist :)) ging es dann wieder nach Hause zurück. Ich dachte nun geht jeder schnell ins Bett aber nein weit gefehlt - mein Betreuer ist ein Partytier. Wir haben dann um 2 noch ein zwei Runden Billard auf seinem Billardtisch gespielt, während er auf dem Klavier abgerockt hat. Total cool:





Danach bin ich ziemlich fertig in das riesige Bett gefallen und hab geschlafen wie ein Baby - der zentralen Klimaanlage im Haus sei Dank.

Nach einem typisch amerikansichen Frühstück am nächsten Morgen mit Pancakes, Würstchen und Rührei haben wir dann den Tag auf der großen Terasse verbracht. Dabei gab's unter anderem Cheesecake extra für mich und natürlich noch mehr Long Island Icetea, ich weiß nicht wieviele ich an dem Wochenende getrunken habe...

Glücklicherweise ging es dann auch erst abends zurück nach New York mit einer Einladung für die nächste Segeltour in der Tasche - juchuhh!

Samstag, 10. Juli 2010

Dessert Party

Jemand hier in New York hat meine Idee gestohlen. Ich wollte schon immer mal eine Party veranstalten, wo es nur Nachtisch gibt. Ist doch ein Traum, oder?
Ich habe so eine "Dessert Party" über's Internet gefunden, dort kann man je nach Interesse Gruppen beitreten und dann mit wildfremden Leuten lustige Sachen unternehmen wie solche Partys. Die war dann am Samstag Abend, in einem Luxus Loft in SoHo, einem Stadtteil im Süden von New York. Da bin ich dort also hin, war schon ein bissl seltsames Gefühl in dieses edle Gebäude zu gehen und der Concierge mitzuteilen.. " ja ich bin Gast bei dieser Party im 4. Stock". Ich kannte noch nicht mal den Gastgeber ^^
War aber dann ziemlich cool, alle sehr nett dort. Man hat gleich am Anfang eine Speisekarte bzw. Dessertkarte bekommen und brav seine 10 Dollar für 10 Desserts bezahlt. Das ist dann mal wirklich super günstig hier, das erste günstige "Abendessen" was ich hier bekommen habe. Beim Anblick der Speisekarte ist mir dann auch das Wasser im Munde zusammen gelaufen - gut dass ich nur gefrühstückt hatte an dem Tag.
Der Gastgeber Jeff hat alles nach einem ziemlich genialen Konzept organisiert, die Party
fand in einem unmöblierten Loft statt, was augenscheinlich zum Verkauf standt (ich denke so mit 10.000 pro Monat war man dabei) und es waren ca. 60 Leute auf der Party. Die Dessert wurden von einem jungen Partisserie Chef serviert, der die Party für ein bissl Werbung und Erfahrungen sammeln genutzt hat. Der hatte wirklich was drauf - hat es geschafft die 600 Dessert wirklich pünktlich hintereinander zu servieren. Hab dann auch gleich ein nette Gruppe mit gleichgesinnten dessert-verrückten Leuten gefunden (was ja nicht schwer ist auf so einer Party, haha) und dann nacheinander jeden Gang genossen und mich nett unterhalten. Natürlich war ich super glücklich mit meinem Essen, wobei ich noch nicht mal sagen kann welchen ich von den 10 Gängen favorisiere - da schwank ich so zwischen dem Cheesecake mit Karamelsauce (ist ja immer noch mein Lieblings-amerikanisches Essen hier), der Erdbeersuppe und den gebackenen Pfirsichen...
Alles in allem ein toller Abend und wieder eine einmalige Erfahrung - bzw. hoffentlich gibt es solche Partys noch öfter :) aber da sorg ich sonst selbst für.

Donnerstag, 8. Juli 2010

The New York Met

Am Freitag stand mir mal wieder der Sinn nach ein wenig Kultur und einer Reise durch die Zeit - also ab ins "Met", das Metropolitan Museum of Art. Dies liegt an der Ostseite des Central Parks an der 5th Avenue und ist das größte Kunstmuseum der USA. Glücklicherweise scheinen alle großen Museen mit IBM unter einer Decke zu stecken und so kann ich auch hier umsonst rein - mal eben 20$ gespart. Außerdem kann ich so oft wieder kommen wie ich will, was hier auch ganz sicher nötig ist weil das Museum riesig ist. Neben 5 Sonderausstellungen gibt es eine Abteilung für jede kunsthistorische Epoche, eine für jede Art von Kunst und eine für jeden Kontinent.

Da hab ich mich dann doch auf die Sonderaustellungen beschränkt und mir 5 Räume Picasso angeschaut, was recht interessant war. Dann gingst in eine Austellung für die Mode der amerikanischen Frauen - das Met hat auch die größte Sammlung an Kleidung in Keller - von Marilyn Monroe Stil bis Suffragetten alles dabei. Das war ziemlich cool, alles mit passender Musik und Filmen animiert. Waren auch ein paar Kleider für mich dabei. Aber erst später wenn ich groß und reich bin und heirate :)

Nach einem kurzen Abstecher zu Andy Warhol und zum japanischen Garten sind wir dann auf's Dach, was cool war. Sie hatten dort eine Bambuskonstruktion aufgebaut die man auch besteigen konnte, allerdings hätte mich das wie fast alles in New York 20 Dollar und 5 Stunden Anstehen gekostet, das war's dann doch nicht wert. Vom Dach hat man einen großartigen Blick auf den Central Park als grüne Lunge der Stadt und auf die Skyline von innen.

Wieder raus aus dem Museum, haben wir noch einen Abstecher in die Upper East Side gemacht, dort war ich noch nie weil es in Manhattan nur schlechte Verkehrsverbindungen von West nach Ost gibt und ich im Westen lebe. Die U-Bahn Linien verkehren nur senkrecht und dann gibt es einige Busse die waagerecht fahren. Und diese Stadt rühmt sich das beste Verkehrssystem der Welt zu haben ..

In der Upper East Side auf jeden Fall ist zum Beispiel das deutsche Viertel, ich hab sogar einen komplett deutschen Laden gesehen mit einer richtigen Metzgerei und Wurst und allem, voll toll. Hatte allerdings schon zu, und das angrenzende "Heidelberg Restaurant" war - welch Wunder - etwas überteuert. Deshalb sind wir zum Abschluss des Tages noch in eine amerikanische Bäckerei, wo ich dann zuerst den ersten "Blueberry Pie" (Blaubeerkuchen) meines Lebens hatte und danach noch den ersten "Cupcake" (sowas wie ein Muffin mit Sahne oben drauf) meines Lebens. Der Pie war richtig gut, der Cupcake nicht so, hat eigentlich nur nach Zucker und Sahne geschmeckt.
Wieder um eine amerikanische Erfahrung reicher...