Montag, 24. Mai 2010

lifestyle of the rich and famous


Es gibt wieder einiges zu erzählen vom Wochenende. Am Samstag bin ich mit ein paar Leuten ins „Brooklyn’s Diner“ zum Lunch (Mittag) gegangen, ein typisch amerikanisches Restaurant mit roten Sitzen und den Namen berühmter Stars an den Wänden. Während die Jungs sich den „besten Burger New Yorks“ für stattliche 18 $ geholt haben, habe ich mich gleich am Eingang in die Torten verliebt, die dort gemeinerweise ausgestellt wurden. So wie ich nun mal bin, gefällt mir natürlich auch das Stück mit den meisten Kalorien am besten, es war aber auch ein göttliches Angebot: ein Erdbeer New York Cheesecake mit Erdbeer Eis und warmer Schokoladensauce – ein Traum.

Wenn schon denn schon!

Es hat sich aber auch gelohnt, mein Sahnebedarf für die nächsten Tage ist gedeckt und ich war satt bis abends, was ich aber auch für den stolzen Preis von 12$ pro Stück erwartet habe.


Dann sind wir allesamt in den Central Park gekugelt um ein bisschen Football zu spielen, was das Völlegefühl ein wenig gemildert hat. Und wo ging es dann gegen halb 3 am Samstag hin wenn man mit 3 Jungs unterwegs ist? Na klar, in eine Sportsbar zum Champions League Finale.

Als wir endlich nach einer halben Stunde eine Bar gefunden haben (ich habe nachher rausgefunden dass es auch nur 2 in der Stadt gibt die Fußball übertragen), habe ich dann glücklich eine Runde erstaunlich guten Bier ausgegeben. Eigentlich ist New York im Gegensatz zum Rest von Amerika, wo Basketball und Football die berühmtesten Sportarten sind, absolut Baseball-fanatisch. Das beste Team sind hier die Yankees und ich habe mir schon fest vorgenommen, ein Baseballspiel hier im Stadion zu sehen.

Diese Sportsbar war auf jeden Fall voller Fußballfans aus der ganzen Welt und man konnte dann beim Gröhlen die deutsche Fußball Leidenschaft demonstrieren.


Danach sind wir zu einer Barbecue Party (so wie Grillen bei uns) zu einem IBMer nach Queens gefahren. Wie immer war die U-Bahn unglaublich voll und stickig, weil sehr viele U-Bahnen einfach noch keine Klimanlage habe respektive sie nicht funktioniert. Aber ich hab mich schon daran gewöhnt und habe die Fähigkeit, mich dem Klimawandel sehr schnell anzupassen und trotzdem Spaß zu haben.

Die Einladung zum Babecue habe ich über eine Freundin bekommen, kannte den Gastgeber also nicht.

Ich habe erst kurz vorher erfahren, dass derjenige ein Apartment im 30. Stock auf der Ecke direkt am East River hat. Das heißt komplette Sicht auf die Skyline von Manhattan und über die Stadt. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen! So ein etwa 60 Quadratmeter großes Apartment kostet hier stolze 4500$ im Monat und ist auch nur so günstig, weil es in Queens und nicht in Manhattan direkt liegt. Spätestens in der Lobby als wir uns erst bei der Concierge anmelden mussten damit wir zum Apartment hoch durften, habe ich dann oben einen stinkreichen 50 Jährigen IBM Dinosaurier erwartet.

Da hatte ich mich getäuscht - der Gastgeber heißt Himanshou und ist ein ziemlich cooler 29 jähriger Inder der im Hauptquartier von IBM arbeitet.

Na ein Glück für die, die mit den Indern umgehen können J da ist der Erfolg ja vorprogrammiert! Gut dass ich mir so einen schon geangelt habe…

Dann ging’s ab zum indischen Barbecue auf dem Sonnendeck, wo übrigens auch der Pool und das Fitnessstudio sind. Es war richtig lecker, kochen können sie die Inder.




Danach sind wir dann noch in einige Bars in Queens gegangen, wo ich dann dankend auf einen weiteren Drink verzichtet habe angesichts der Preise von 12 $ pro Glas, wozu ich dann aber netter Weise 5 Mal in Folge eingeladen wurde… die Jungs müssen Geld haben, ich sollte mich doch mal anstrengen bei IBM, die scheinen ordentlich Geld übrig zu haben.

Mit dabei war auch noch ein Türke, ein netter verrückter Kerl mit einem 350 PS starken weißen BMW Z4 mit roten Ledersitzen. Der hat dann, weil er selbst schon was getrunken hatte, einen anderen BAler fahren lassen und uns alle nach Hause gebracht. Das war sehr nett, da ich dann nicht so spät die U-Bahn nehmen musste – und überhaupt war es sehr nett J Hab von ihm auch schon das Angebot auch mal zu fahren,

wenn ich auch manuell schalten kann“.

„Ja man, natürlich kann ich manuell schalten, hab die letzten 4 Jahre nichts anderes gemacht!“ Ich bin mal gespannt was daraus wird… ja Mama, ich bin auch vorsichtig...

Ein bisschen Fahrgefühl muss ich schließlich auch von meinem Onkel geerbt haben :)

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