Dienstag, 18. Mai 2010

Culture Shock


So endlich mal wieder ein Eintrag von mir… es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, aber jetzt habe ich endlich Internet durch ein Kabel und keinen Besuch mehr.

Letztes Wochenende war ich dann China, hab von dort aus einen kleinen Abstecher nach Italien gemacht… und bin dann durch Irland und Holland wieder in die Dominikanische Republik gefahren, wo ich wohne. Wirklich so fühlt es sich an durch die verschiedenen Stadtteile New Yorks zu fahren, ein Kreuzberg in Berlin ist gar nichts dagegen.

China Town und Little Italy liegt in der Lower East Side. Dort ist von der einen zur anderen Straße auf einmal alles auf Chinesisch, Straßenschilder und Läden und sogar die Beschriftungen der U-Bahn Stationen. Nette Menschen bieten auf Chinesisch ihre Waren an, ich hätte mir ja gern auf einem chinesischen Markt mal Essen gekauft, aber 1. hab ich kein Wort verstanden und 2. hatte ich keine Ahnung was das da für ein Essen ist, bevor ich irgendeinen Hund kaufe habe ich das dann gelassen, obwohl es echt gut gerochen hat. Dort habe ich auch den Straßenbiegung der Doyers Street gesehen, das sogenannte „Bloody Angle“. Wer den Film „Gangs of New York“ gesehen hat, wird sich erinnern dass dort früher die blutigen Straßenkämpfe zwischen den Banden stattgefunden haben. Denen wurde dort in dem verwinkelten Gässchen aufgelockert um sie dann blutig niederzumetzeln… Hab mir das also schon ein bisschen spektakulärer vorgestellt, aber dort lungerten nur vereinzelt ein paar Touristen rum.

Dann bin ich nach Italien gegangen, was wie im echten Leben viel kleiner als China war, Little Italy umfasst nämlich nur 1 ½ Straßen im Gegensatz zu 10 Blocks. Die Chinesen überschwemmen alles. Da hab ich mich dann aber doch schon wohler gefühlt, da ich italienisch schon eher verstehe. Wie in Italien gibt es dort kleine Modeboutiquen, die ich mir dann gleich auch mal angeschaut habe. Da wollte ich mir doch unbedingt einmal im Leben High Heels zulegen, wenn nicht hier in New York hab ich gedacht, wo dann. Man muss ja auch mal ein bissl was investieren um gut auszusehen für seinen Freund ;-p

Und dann stellt sich laut Verkäufer raus, dass es die ja sowieso nur bis Größe 38 gibt. Ich hab mir sagen lassen, dass die Models auch immer 2 Nummern mindestens kleiner tragen, sieht scheinbar einfach besser aus. Aber das tu ich mir mit Größe 40 – 41 beim besten Willen nicht an, da bleib ich lieber bei Turnschuhen.

Nach Little Italy bin ich dann noch ein bisschen weiter durch die Lower East Side, wo auch das traditionell jüdische Viertel der Stadt ist. Das heißt viele Delikatessen Läden, mhmm genau mein Fall, vor allem nach China Town. Kurze Info zwischendrin, ein typisches Essen in New York ist ja der Bagel, ein Hefegebäck in Ringform. Der Bagel ist aber tatsächlich jüdischen Ursprungs, dementsprechend viele Bäckereien gab es dort. Typisch Jüdisch ist auch Eingelegtes aller Art, das habe ich bei „The Pickle Guys“ gelernt. Das ist ein kleiner Laden mit zahlreichen Fässern mit Eingelegtem, Gurken, Tomaten, Heringe, Oliven etc… Mhmm ein Traum. Ich durfte auch eine Gurke probieren, exzellent


Das Schärfste war allerdings der Süßigkeitenladen „Economy Candy“, ich hab noch nie so viel unterschiedlichen unglaublich leckeren Süßkram auf so kleinem Raum gesehen. Riesige Tüten mit Bonbons und Stapelweise Schokolade und Kekse, richtig gut…Da gab es auch die größte Auswahl an den berühmten „Jelly Beans“ die ich je gesehen habe… Ellen, ich denk an dich ;)

Ich hab da mal in mit der Kamera in die Runde gehalten.


Am Ende ist es dann doch bei 3 verschiedenen Sorten Schokoriegeln geblieben, die haben allerdings einfach nur süß geschmeckt, man hätte genauso gut Zuckerstückchen kauen können. Es geht doch nichts über europäische Schokolade.




… Nach einem ordentlichen Kulturschock bin ich dann abends noch in einem Cafe mit Freunden gewesen und habe dort den bei Country Live Musik den berühtmen New Yorker Cheesecake gegessen. Das muss man ihnen lassen, den haben sie drauf.

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