Und hier noch ein Nachtrag zum 4. Juli, den ich wegen der Deutschland-Reise nicht früher reinstellen konnte:
Am 4. Juli war es endlich soweit: Independence Day und das erste Mal raus aus New York. Mein Betreuer hier hat uns zu sich nach Hause nach Long Island eingeladen um das Feuerwerk von seinem Boot aus zu sehen - voll toll! Mein Manager lebt seit 15 Jahren hier und ist ein ziemlich lebensfroher, cooler und beleibter Holländer. Unheimlich sypathisch, hat immer einen guten Spruch auf Lager, liebt gutes Essen und braut sogar sein eigenens Bier hier (dann könnte ich auch hier leben :)).
Ich war froh endlich mal aus der Stadt rauszukommen bei der Hitze - über 40 Grad durchgängig (also auch nachts) und ne Luftfeuchtigkeit von 70-80 Prozent. Da fährt man doch gerne mal auf's New Yorker "Land". Nach 1 1/2 Stunden Zugfahrt dann waren wir endlich da, in einer typisch amerikanischen Vorstadt wie man sie aus dem Filmen kennt. Mit dem Auto gings dann ab zum Haus meines Managers um das Gepäck abzuladen - wir waren von Sonntag auf Montag eingeladen, denn der Montag nach dem 4. Juli ist hier ein Feiertag. Das Haus war prachtvoll - mit der Veranda, Garten und der riesigen Auffahrt sieht es aus wie ein Haus aus den Südstaaten, es fehlte nur noch der Schaukelstuhl auf der Veranda. Nach einer kurzen Tour und einer Stärkung gings dann ab zum Hafen - im Kofferraum. Nur so haben 7 Leute mit dem Essen für mindestens ein dutzend Leute in den kleinen Geländewagen gepasst. Ziemlich lustige Fahrt mit extra deutscher Schlagermusik:
Danach ging's rauf aufs Segelboot in Oyster Bay und ab aus der Bucht ins freie Wasser. Es hat riesig Spaß gemacht mal wieder zu segeln, zwischendurch durfte ich dann auch mal wieder das Steuer übernehmen ... so sieht der zukünftige Kapitän meines eigenen Segelbootes aus:
Das Leben ist doch schöner wenn man ein Boot hat und Wasser, Wind und Sonne genießen kann. Man sollte dabei allerdings drauf achten, neben dem ganzen Paulaner auch mal was antialkoholisches in der Hitze zu trinken. Dumm nur, wenn man mit Amerikanern unterwegs ist und die eher daran denken, Cola und Sprite mitzubringen anstatt von Wasser.. Da musste ich mich - wo ich ja auch so unheimlich gerne Limonade mag - mich einen heißen Tag lang damit zufrieden geben, nach der 3. Dose hab ich die Zähne schon nicht mehr auseinander bekommen. Mit gut 40 Gramm Zucker pro Dose war ich am Abend dann schon knapp nem halben Pfund Zucker dabei, kommt wunderbar in der Sonne^^ Da bleib ich doch beim lieber gleich bei den richtigen Getränken, nämlich dem Long Island Icetea, der ununterbrochen von meinem Manger gemischt wurde. Wenn man schon mal auf Long Island zum Segeln ist, sollte man auch die Kultur kennen lernen und die einheimischen Getränke konsumieren....
Gegen Abend haben wir dann die Anker geworfen um uns das 30-minütige Feuerwerk anzuschauen und Abend zu essen. Am Unabhängigkeisttag feiern die Amerikaner übrigens ihre Unabhängigkeit von der britischen Krone seit der Unabhängigkeitserklärung 1776. An diesem Tag gibt es überall im Land Feuerwerke und Konzerte um die Nation zu feiern. Aber nur ein winzig kleiner Anteil feiert das vom Wasser aus - umso glücklicher war ich diese Chance zu haben.
Nach einem langen Tag auf dem Boot und vielen Long Island Iceteas später (wenn man schon mal in Long Island ist :)) ging es dann wieder nach Hause zurück. Ich dachte nun geht jeder schnell ins Bett aber nein weit gefehlt - mein Betreuer ist ein Partytier. Wir haben dann um 2 noch ein zwei Runden Billard auf seinem Billardtisch gespielt, während er auf dem Klavier abgerockt hat. Total cool:
Danach bin ich ziemlich fertig in das riesige Bett gefallen und hab geschlafen wie ein Baby - der zentralen Klimaanlage im Haus sei Dank.
Nach einem typisch amerikansichen Frühstück am nächsten Morgen mit Pancakes, Würstchen und Rührei haben wir dann den Tag auf der großen Terasse verbracht. Dabei gab's unter anderem Cheesecake extra für mich und natürlich noch mehr Long Island Icetea, ich weiß nicht wieviele ich an dem Wochenende getrunken habe...
Glücklicherweise ging es dann auch erst abends zurück nach New York mit einer Einladung für die nächste Segeltour in der Tasche - juchuhh!
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